Der Standard-Käfer
Weniger ist mehr...

VW1200

VW 1200 (1/1967 bis 7/1967)

Mitte der 1960er erwachsen VW zwei Problemkreise: Erstens die Konkurrenz, die bezüglich Ausstattung und Anschaffungspreis nicht geschlafen hat und den Käfer „von unten“ bedroht (in einer Motorzeitschrift von 1967 werden hier NSU Prinz 4, Fiat 850 und Renault 4 genannt). Zweitens sind, nachdem das „Premium-Modell“ mit zuerst 40 und dann 44 PS stärker motorisiert wurde, für das weniger zahlungskräftige Publikum Steuern und Versicherung wieder kaufentscheidend.

Mit August 1966 und Einführung des VW 1500 wird der 1200 A in 1300 A umbenannt, weil er nun mit der 40-PS-Maschine zu haben ist. Allerdings kann er weiterhin mit 34 PS geordert werden. Diese Version läuft allerdings schon nach fünf Monaten wieder aus. Der Nachfolger heißt nun (wie die Export-Version der frühen 1960er) „VW 1200“ und wurde offenbar sehr kurzfristig an die neuen Bedingungen „herankalkuliert“, weswegen er einen bemerkenswerten Ausstattungsmix vorweist. Technisch wird die hintere Ausgleichsfeder eingespart, die bis dahin alle Modelle hatten. Der 1200 ist in dieser Bauform wohl eine der seltensten Limousinen überhaupt. Der 1300 A ist nur mehr mit 40 PS und mit und ohne Chrompaket erhältlich, was zu folgenden Ausstattungsunterschieden führt: 

 VW 1200 im Vergleich mit dem 1300 A

Bald nach Einführung setzt VW weitere Vereinfachungsschritte und verpasst dem 1300 A die gleichen Ausstattungsmerkmale wie dem 1200, d.h., es gibt auch kein Chrompaket mehr. Die beiden Modelle unterscheiden sich äußerlich nur mehr dadurch, dass der 1200 keinen und der 1300 A den Schriftzug "1300" auf dem Motordeckel trägt.  


Farben:

1/1967 bis 7/1967 VW-Blau L633, Fontanagrau L595, Perlweiß L87, Rubin L456 

Wir beziehen dieses Wissen aus der Zusammenschau von Literatur, Betriebsanleitungen, Prospekten und zeitgenössischen Motorzeitschriften – wer einen VW 1200 dieses Halbjahres sein Eigen nennt und uns hier mit Bildern und Details versorgen kann, ist herzlich willkommen!

 Wir danken Florian Kalff für seinen Input!